
Mehr Geld für Mini-Jobber in Neumünster durch höheren Mindestlohn
Rund 8.160 Mini-Jobber in Neumünster können sich ab Januar über 47 Euro mehr im Monat freuen.
Grund ist die Erhöhung des Mindestlohns auf 13,90 Euro pro Stunde, wie die Gewerkschaft NGG mitteilt. Wer etwa 10 Stunden pro Woche arbeitet, kommt damit auf bis zu 603 Euro monatlich.
NGG-Geschäftsführer Philipp Thom betont, dass Mini-Jobber keine Beschäftigten zweiter Klasse sind. Sie haben Anspruch auf gleichen Stundenlohn bei gleicher Arbeit, auf Urlaub, Lohnfortzahlung im Krankheitsfall sowie auf Zuschläge und Sonderzahlungen, wenn diese im Betrieb gezahlt werden.
Besonders viele Mini-Jobs gibt es in der Gastronomie: Allein dort arbeiten 1.010 geringfügig Beschäftigte in Neumünster. Die NGG sieht die hohe Zahl kritisch, weil Mini-Jobs reguläre Stellen verdrängen und keinen vollständigen Sozialversicherungsschutz bieten.
Vor allem für Frauen können Mini-Jobs zur beruflichen Sackgasse werden. 54 Prozent der Mini-Jobber in Neumünster sind weiblich oft mit langfristigen Folgen für Einkommen und Rente.
Beitrag vom 22.12.2025

