
Zukunft der Rantzau-Kaserne in Boostedt offen: Bundeswehr meldet Bedarf an
Die Zukunft des Geländes der ehemaligen Rantzau-Kaserne in Boostedt steht vor einem möglichen Umbruch. Bund, Land und Gemeinde beraten aktuell über die weitere Nutzung, nachdem die Bundeswehr eigenen Bedarf angemeldet hat.
Die bisher geplante gemeinsame Nutzung durch Landesunterkunft für Geflüchtete, Justizvollzugsschule und Katastrophenschutzlager kann voraussichtlich nicht wie vorgesehen fortgeführt werden. Mietverträge laufen derzeit bis November 2028, eine Verlängerung ist zunächst nicht geplant. Damit wäre eine Unterbringung von Geflüchteten auf dem Gelände danach nicht mehr vorgesehen vorbehaltlich der finalen Bundeswehr-Planungen.
Ob Justizvollzugsschule und Katastrophenschutzlager am Standort bleiben können, wird derzeit geprüft.
Die Landesregierung arbeitet parallel an möglichen Alternativlösungen, sollte die Bundeswehr die Fläche vollständig übernehmen. Boostedts Bürgermeister Hartmut König sieht die mögliche Rückkehr der Bundeswehr zugleich als Chance für neue Kooperationen.
Derzeit leben rund 580 Geflüchtete in der Landesunterkunft, bis zu 1.250 Plätze sind möglich. Zudem arbeiten über 120 Beschäftigte des Landesamtes für Zuwanderung und Flüchtlinge am Standort.
Bis Sommer soll mehr Klarheit über die zukünftige Nutzung des Geländes bestehen.
Beitrag vom 24.02.2026


